ÜBER POLAB
Entwicklung und Fertigung von LED-Straßenleuchten in Schweden.
Am Anfang stand eine Frage zum Werkstoff, die bislang kaum jemand gestellt hatte.
Aluminium war lange der Standardwerkstoff für Außenleuchten. Dafür gibt es gute Gründe: Es leitet Wärme effizient, seine Eigenschaften sind gut bekannt, und es lässt sich in großen Stückzahlen vergleichsweise einfach verarbeiten.
An exponierten Standorten wie Häfen, Küsten und Industrieanlagen zeigte sich jedoch immer wieder dasselbe Bild: Korrosion, eindringendes Salz, Risse in Beschichtungen und undichte Dichtungen. Hinzu kam die UV-Strahlung, die über Jahre auf die Werkstoffe einwirkte.
Die LED-Technologie wurde ständig verbessert. Doch bei vielen Installationen war es immer noch das Leuchtengehäuse, das zuerst ausfiel.
Daraus entstand eine Frage, die uns nicht losließ: Warum sollen Leuchten jahrzehntelang funktionieren, wenn ihr Gehäuse schneller altert als die Elektronik im Inneren?
DIE IDEE, DIE NICHT FUNKTIONIEREN SOLLTE
Als wir begannen, SMC-Verbundwerkstoff als Alternative zu Aluminium zu untersuchen, war die Reaktion der Industrie fast immer dieselbe.
SMC-Verbundwerkstoff leitet Wärme deutlich weniger effektiv als Aluminium. Bei einer LED-Leuchte ist das Wärmemanagement von entscheidender Bedeutung – ohne ausreichende Kühlung werden Komponenten zu heiß, die Lebensdauer sinkt und im schlimmsten Fall fällt die Leuchte komplett aus. Das Material wurde schon lange in der Infrastruktur und im Meeresumfeld eingesetzt, bei LED-Leuchten galt die Kombination jedoch als falsch.
„Es wird nicht funktionieren.“
Diese Einschätzung war nachvollziehbar. Sie entsprach dem Stand der Technik mit den damals üblichen Werkstoffen und Konstruktionsprinzipien.
Aber es war keine Schlussfolgerung, die wir akzeptierten.
Anders Sundström entwickelte VALDUR.
Anders erprobte unterschiedliche Konstruktionen, Geometrien und Werkstoffkombinationen. Es ging ihm nicht darum, andere zu widerlegen, sondern herauszufinden, ob sich das Problem mit einem anderen Konstruktionsansatz lösen ließ.
Die ersten Prototypen erfüllten die Anforderungen noch nicht. Das war zu erwarten. Jeder Versuch zeigte, wie Innengeometrie, Luftströmung und Werkstoffkombinationen die Temperatur beeinflussten. Jede Weiterentwicklung brachte neue Erkenntnisse.
Die Zusammenarbeit mit Signify ermöglichte den Zugriff auf kontrollierte Labortests und Komponentenplattformen, die Tausende von Stunden der Validierung durchlaufen hatten. Das gab uns Bezugspunkte, an denen wir uns messen konnten – und nach und nach begannen sich die Ergebnisse in die richtige Richtung zu entwickeln.
Während des Prozesses wurde eine zusätzliche Möglichkeit identifiziert, die das Produkt weiter stärkte: die Integration drahtloser Steuerungen direkt in das Leuchtengehäuse, ohne separate Einheit oder zusätzliche Verkabelung.
TECHNISCHER PARTNER
Signify
Komponentenplattformen, Laborprüfungen und technisches Fachwissen bei der Konstruktionsverifizierung von VALDUR.
STEUERUNGSTECHNOLOGIE
LumenRadio – AirGlow
Drahtlose Steuerung und Anwesenheitserkennung direkt im Leuchtengehäuse integriert – keine separate Steuereinheit erforderlich.
Die Fertigung in Schweden ist eine bewusste Entscheidung. Sie ermöglicht kurze Abstimmungswege, nachvollziehbare Prozesse und eine enge Kontrolle von Montage und Qualitätssicherung. VALDUR soll durch Werkstoffwahl, Zuverlässigkeit, Wartungsfreundlichkeit und Lebenszykluskosten überzeugen, nicht durch den niedrigsten Anschaffungspreis.
Um sich am Markt zu behaupten, musste VALDUR besser sein.
Nicht billiger.
Das ist die Grundlage unserer Position: eine Material- und Systemauswahl für Projekte, bei denen Ausfallzeiten, Wartung und vorzeitiger Austausch mehr kosten als die Leuchte selbst.
Hergestellt in Schweden
Das Gehäuse wird in Ljungby gepresst. Endmontage, Konfiguration und Qualitätskontrolle erfolgen in Fristad bei Borås. So bleiben Entwicklung, Fertigung und Qualitätssicherung eng verbunden. Projektdaten und Erfahrungen aus dem Betrieb fließen direkt in die Produktentwicklung zurück.
FORMPRESSEN – SMC-VERBUNDWERKSTOFF
Industrielle Erfahrung in der Familie.
Die Erfahrung hinter POLAB reicht weiter zurück als das VALDUR-Projekt. Die industriellen Wurzeln der Familie führen zu Hans Sundström, der Sundström Safety zwischen 1974 und 1999 aufbaute und leitete. Das Unternehmen stellt Atemschutz und persönliche Schutzausrüstung für anspruchsvolle Industrieumgebungen her.
Als Marketingleiter, stellvertretender Geschäftsführer, Geschäftsführer und Miteigentümer sammelte Hans umfassende Erfahrung darin, hochwertige Produkte international zu vermarkten: mit langen Produktzyklen, hohen Leistungsanforderungen und Kunden, die sich Ausfälle nicht leisten können.
Diese Erfahrung bildete die Grundlage für die Entwicklung von VALDUR durch Anders und für Lennarts Arbeit im Vertrieb der Leuchte.
POLAB UND VALDUR
Hans, Anders und Lennart Sundström
Hans gründete POLAB und ist Geschäftsführer. Anders entwickelte VALDUR. Lennart leitet den Vertrieb. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Fristad.
GESELLSCHAFTER
Die Eigentümergruppe bringt durch Öjvind Norberg und Karl Åberg auch Erfahrung aus den Bereichen Unternehmertum, Investitionen und Geschäftsentwicklung mit.
Was als technische Idee begann, kommt heute in kommunalen, industriellen und küstennahen Anwendungen zum Einsatz. Derselbe Werkstoff- und Systemansatz ist auch in Skandinavien, im übrigen Europa, in Afrika und weiteren Märkten relevant – sofern die tatsächlichen Belastungen innerhalb der spezifizierten Produktgrenzen liegen und für das jeweilige Projekt bewertet werden.
Für uns zählt besonders, wenn Kunden erneut bestellen: Sie kommen zurück, wenn die Leuchte im anspruchsvollen Betrieb die zugesagten Eigenschaften erfüllt.
Kommunal
Straßenbeleuchtung
Industrie
Prozessumgebungen
Küste
maritime Umgebungen
Wir versuchen nicht, die komplexeste Leuchte der Welt zu bauen.
Unser Ziel sind Leuchten, bei denen Werkstoffwahl, Lebensdauer und langfristige Gesamtkosten stärker zählen als kurzfristige Kompromisse.